Pfingsten bekamen die Menschen ein heißes Herz

„Mann, bleib cool!“ Cool - was heißt das eigentlich? Kühl, unbeteiligt, ohne Gefühle, die Dinge im Griff haben, unangreifbar, unverwundbar sein. Wer cool ist, wird von vielen heimlich bewundert. Von denen jedenfalls, die auch so cool sein möchten. Aber oft ist das Cool-Tun auch nur Fassade. Lieber gar keine Gefühle haben als Enttäuschungen hinnehmen. Der Gegensatz von Coolsein ist Leben. Begeisterung, Schwung, Traurigkeit, Gefühle. Christinnen und Christen sind nicht cool, sie sind mit heißem Herzen dabei, setzen sich ein, begeistern sich, sind traurig oder wütend. Es lässt sie nicht cool, wenn deutsche Soldaten im Auslandseinsatz sterben. Es lässt sie nicht cool, wenn die Auswirkungen des Klimawandels heute schon sichtbar werden und Naturkatastrophen unzählige Menschenleben kosten.
Pfingsten wird davon erzählt, wie Menschen ein heißes Herz bekamen. Die Jünger in Jerusalem hatten sich ängstlich verkrochen. Da kam es plötzlich über sie wie ein Wirbelwind, ein Feuer brannte in ihnen. Und sie kamen aus ihren Winkeln und redeten und gingen auf die Menschen zu und die Begeisterung sprang über, sie redeten und wurden verstanden – verstanden von Menschen aller Völker und Sprachen. Also: Raus aus den Verstecken, auf die Straßen und Plätze! Es gibt eine Begeisterung, die uns trägt, Gottes Geist wie Wind und Feuer.

Mit herzlichen Grüßen
Egbert Rosenplänter

 

 

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