Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Flüchtlinge: "Wir sind alle gefragt, etwas zu tun"

Mit zunehmenden Flüchtlingszahlen nimmt auch die Bereitschaft in der Bevölkerung zu, ihnen zu helfen. Deshalb freuen sich Superintendentin Susanne Briese und Eckhard Lang, Flüchtlingsberater im Diakonischen Werk des Kirchenkreises Rotenburg, über das große Engagement auch in den Kirchengemeinden der Region. „Fremde zu schützen ist in unserer christlichen Ethik tief verwurzelt. In unseren Gemeinden sind bereits vielfältige Angebote entwickelt worden – von der Begegnung mit gemeinsamem Essen, über ehrenamtlich angebotenen Deutschunterricht bis hin zum Mitmachen im Verein. Es ist wichtig zu zeigen, dass wir diese Menschen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen“, sagt Briese.

Flüchtlingsberater Lang weist darauf hin, dass neben der Hilfe vor Ort auch Unterstützung für die Arbeit in Südeuropa nötig ist. Denn die Menschen, die vor den Kriegen in Syrien und dem Irak aus ihren Heimatländern fliehen und in Europa Zuflucht suchen wollen, landen zunächst in Griechenland, Serbien und weiteren Balkan-Ländern. „Die Bedingungen in den dortigen Aufnahmezentren sind schlecht, denn die Länder sind selbst arm. Die Flüchtlinge benötigen vor allem Wasser sowie sanitäre und medizinische Versorgung“, sagt Lang. Deshalb begrüßt er es sehr, dass die Diakonie Katastrophenhilfe dort humanitäre Hilfe leistet.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation „Philanthropy“ unterstützt das humanitäre Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in Deutschland beispielsweise Flüchtlinge in Serbien und Griechenland mit Nahrung und Hygieneartikeln. Um die sanitären Bedingungen in den Aufnahmezentren zu verbessern, werden Toiletten- und Duschcontainer aufgestellt. Ab Herbst sollen warme Kleidung und Heizmaterial zur Verfügung gestellt werden, um den Menschen über den Winter zu helfen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe plant weitere Maßnahmen in der Krisenregion. Umfangreichere Hilfsmaßnahmen in Südeuropa und auf dem Balkan werden mit den europäischen Partnerorganisationen aus dem weltweiten Netzwerk der ACT Alliance (Action by Churches Together) vorbereitet und können umgesetzt werden, sobald genügend Mittel dafür zur Verfügung stehen.

„Deshalb rufen wir sehr gern dazu auf, die Diakonie Katastrophenhilfe zu unterstützen“, sagt Briese. Wer spenden möchte, kann das tun auf das Konto der Diakonie Katastrophenhilfe, Evangelische Bank (EB), IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02, Stichwort: Flüchtlingshilfe weltweit. „In Syrien und dem Irak ereignet sich eine der größten humanitären Katastrophen seit dem Zweiten Weltkrieg. Wir alle sind gefragt, durch Willkommensengagement und durch Spenden einen Beitrag zu leisten“, sagt Lang. Wer aktiv etwas tun möchte, kann sich in seiner Kirchengemeinde über die dortigen Projekte informieren.

 

DATUM

8. September 2015

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Superintendentin Susanne Briese bittet um Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe
Superintendentin Susanne Briese bittet um Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe
Superintendentin Susanne Briese bittet um Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe