Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Brot für die Welt: „Wir können eine Menge bewegen“

Eine ungewöhnliche Kooperation geht der Kirchenkreis Rotenburg mit dem evangelischen Entwicklungsdienst „Brot für die Welt“ ein. Die 16 Kirchengemeinden des Kirchenkreises haben zugesagt, ein von „Brot-für-die-Welt“ ausgewähltes Projekt in Peru über drei Jahre allein zu sichern. Zusätzlich zu Einzelspenden werden alle Kollekten der Weihnachtsgottesdienste für diesen Zweck erbeten. Das Ziel ist ehrgeizig: Insgesamt sollen im gesamten Kirchenkreis 55.000 Euro pro Jahr gesammelt werden – das sind 165.000 Euro in drei Jahren.

„Das ist ein Experiment“, sagt Superintendent Hans-Peter Daub. „Erfahrungen zeigen, dass die Spendenbereitschaft höher liegt, wenn ein konkretes Projekt unterstützt wird.“ Im Kirchenkreis Rotenburg war die Spendenbereitschaft für „Brot für die Welt“ in den vergangenen Jahren rückläufig. Durch dieses Projekt hoffen die Beteiligten, diesen Trend zu stoppen.

Die Hilfsgelder aus dem Kirchenkreis Rotenburg fließen in ein Landwirtschaftsprojekt in Peru in den Provinzen Antabamba und Aymaraes in der Region Apurimac. Die Landbevölkerung soll dort so gefördert und geschult werden, dass die Familien von ihrer Arbeit in der Landwirtschaft leben und ihre Lebensgrundlage selbst sichern können.

„Solche Hilfe zur Selbsthilfe ist immer noch nötig“, erklärt Werner Hagedorn. Der Pastor der Rotenburger Auferstehungsgemeinde ist Kirchenkreis-Beauftragter für die „Brot für die Welt“-Aktionen. Fast die Hälfte aller Kinder in der Region ist chronisch unterernährt. Hagedorn wird gemeinsam mit Ekhard Brandes, Pastor in Kirchwalsede, eine Gruppe aufbauen, die das Projekt begleitet. Gemeinsam wollen sie Kontakt vor Ort aufbauen und den Fortschritt mitverfolgen. „Ich freue mich schon auf die erste E-Mail, die wir aus Peru bekommen“, sagt Hagedorn. Interessenten, die in dieser Gruppe mitarbeiten möchten, können sich bei Hagedorn unter Telefon 04261/82261 melden. „Gerade Personen, die Spanisch sprechen, werden gesucht.“

Hagedorn ist sich sicher, dass in drei Jahren eine Menge bewegt werden kann: „Diese Menschen brauchen uns. Wir können ihr Leben verändern.“ Auch Anette Meyer, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in Kirchenkreis Rotenburg, freut sich, dass das Projekt zustande gekommen ist: „Wir haben uns für die nächsten drei Jahre eine wirkliche Herausforderung gestellt. Dadurch dass wir ein konkretes Projekt finanzieren, erreichen wir eine größere Transparenz. Wir können besser erklären, was wir unterstützten und freuen uns schon auf eine Rückmeldung über die Entwicklungen in Apurimac.“ Begleitet wird der Fortschritt des Projekt auf der Internetseite des Kirchenkreises Rotenburg unter www.kirche-rotenburg.de.

 

DATUM

27. November 2012

AUTOR

Anette Meyer
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Brot für die Welt, Peru, Kirchenkreis Rotenburg, besonderes Projekt
Brot für die Welt, Peru, Kirchenkreis Rotenburg, besonderes Projekt
Anette Meyer (von rechts), Hans-Peter Daub und Werner Hagedorn sind sich sicher, in diesem und den nächsten zwei Jahren mehr Spendengelder für “Brot-für-die-Welt” sammeln zu können. Foto: Rotenburger Rundschau
Bitte helfen Sie uns dabei, z.B. durch Ihre Kollekte in den Weihnachtsgottesdiensten. Sie können auch überweisen und erhalten in jedem Fall eine Spendenbescheinigung. Spendenkonto: Kirchenkreis Rotenburg Sparkasse Rotenburg-Bremervörde (BLZ 241 512 35) Konto: 251 58 58 5 Stichwort “Brot für die Welt”