Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Kirchenkreistag tagte in Rotenburg

Von der Alleinerziehenden bis zu Paaren mit Eheproblemen

Einen großen Raum nahm während der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages in Rotenburg der Austausch zwischen den Mitgliedern des Kirchenparlaments und dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Rotenburg ein. Ziel war es in erster Linie, dass das Gremium diese Institution mit ihrem umfangreichen Beratungsangebot besser kennenlernen sollte.

Geschäftsführer Benjamin Haase und sein Team spielten Szenen nach, die verdeutlichten, wie ein erstes Beratungstelefonat aussehen kann. Anhand von fiktiven Fällen zeigten die Mitarbeiter, welche Fragen auf sie zukommen. Von der alleinerziehenden Mutter über die ungewollt schwangere junge Frau bis hin zu Paaren mit Eheproblemen. „Beeindruckend, das mal quasi im Originalton zu hören“, war die einhellige Meinung.

Das Diakonische Werk im Kirchenkreis Rotenburg hält Beratungsstellen in den unterschiedlichsten Bereichen bereit: Kirchenkreissozialarbeit, Schuldnerberatung, Lebensberatung, Ehe- und Paarberatung, Familien- und Erziehungsberatung, Jugendlichenberatung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Migrations- und Flüchtlingsberatung, Jugendmigrationsdienst (JMD) sowie Wildwasser – Beratung gegen sexualisierte Gewalt.

Die Beraterinnen und Berater haben Abschlüsse in Diplom-Psychologie, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Theologie, Pädagogik oder Erziehung. Sie alle unterliegen der Schweigepflicht und beraten kostenlos, konfessionsübergreifend, unabhängig von Nationalität und in Respekt gegenüber unterschiedlichen Weltanschauungen.

Die unterschiedlichen Fachbereiche luden im Anschluss zur inhaltlichen Diskussion an die Tische ein. Dort waren dezidierte Nachfragen möglich. So wurde beispielsweise geklärt, welche Anforderungen die Gemeinden an die Beratung stellen. Auch die Frage nach der Praktikabilität der Beratung über die Kreisgrenzen hinaus wurde gestellt. Hintergrund: Mit Neuenkirchen und Schneverdingen beinhaltet der Kirchenkreis auch Gemeinden, die nicht im Landkreis Rotenburg liegen und deshalb in unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche fallen.

Ein gesondertes Thema bildete die Ehe- und Lebensberatung für Erwachsene ohne Kinder. „Da fehlt die gesetzliche Grundlage für eine Förderung. Drittmittel sind nicht einzufordern und darum lasten die Kosten alleine auf der Diakonie“, schildert Hartmut Ladwig, Vorsitzender des Kirchenkreistages und früherer langjähriger Leiter der Lebensberatungsstelle.

 

Unbürokratische Hilfe für in Not geratene Menschen

Kirchenkreistag berät über Diakoniefonds

Während der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages wurde in Rotenburg die Ordnung des Diakoniefonds vereinfacht, damit die Vergabe der Gelder noch schneller und unkomplizierter erfolgen kann.

Der Diakoniefonds stellt kurzfristig Mittel zur Verfügung, um unverschuldet in finanzielle Not geratenen Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen. Solche Hilfen können sein: Erstausstattung einer Wohnung beispielsweise für eine Frau mit Kind, die von ihrem gewalttätigen Mann wegziehen muss, Kleinstdarlehen beispielsweise für Stromnachzahlungen oder Miete, Unterstützung von diakonischen Projekten wie Tafeln, Mittagstische, Leseförderungen.

Die Gelder kommen aus den Kollekten, die die Kirchengemeinden am Ausgang ihrer Kirchen nach den Gottesdiensten sammeln. Die Anfragen von Bedürftigen werden über die Kirchenkreissozialarbeit an einen Vergabeausschuss gestellt, der sie schnell und unbürokratisch entscheidet. Auf diese Weise wurden im vergangenen Jahr 18.000 Euro ausgegeben.

Der Kirchenkreistag stimmte jetzt einem Antrag zu, der künftig die Arbeit des Vergabeausschusses noch erleichtern soll. Zudem wurde darüber diskutiert, was passieren soll, wenn die Kollekten der Kirchengemeinden nicht mehr ausreichen sollten. Nach einem Vorschlag von Superintendent Hans-Peter Daub soll ermittelt werden, wie viel Geld gebraucht wird und wie viel die Gemeinden aufbringen können. Für die Differenz könnte dann ein Posten im Haushalt des Kirchenkreises gebildet werden. Das wird jetzt im Diakonieausschuss beraten und dem Kirchenkreistag vorgelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

DATUM

26. Juni 2014

AUTOR

Thomas Hartmann
BILDER (1)
Benjamin Haase, Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Rotenburg, erläuterte mit seinem Team die umfangreiche Beratungsarbeit.
Benjamin Haase, Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Rotenburg, erläuterte mit seinem Team die umfangreiche Beratungsarbeit.
Benjamin Haase, Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Rotenburg, erläuterte mit seinem Team die umfangreiche Beratungsarbeit.

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