Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Hartmut Ladwig im Präsidium der Landessynode

Gerechtigkeitsfragen werden eine Rolle spielen“

Er möchte nicht nur mitdenken, er möchte auch gestalten. Deshalb hat sich Hartmut Ladwig aus Rotenburg auf der konstituierenden Sitzung der Landessynode in Hannover in das Präsidium wählen lassen. Im zehnköpfigen Gremium bekleidet er für die nächsten sechs Jahre den Posten eines Beisitzers.

„Mir ist nicht nur wichtig, worüber wir reden, sondern auch, wie wir das tun“, sagt der ehemalige Leiter des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Rotenburg. Das Präsidium bereitet die Tagungen der Landessynode vor, gestaltet sie inhaltlich und leitet die Sitzungen. Ladwig engagiert sich seit 38 Jahren ehrenamtlich in Leitungspositionen in kirchlichen Gremien und weiß deshalb genau, worauf er sich bei seinem neuen Posten eingelassen hat. „Ich finde es immer wieder spannend zu erleben, wie Menschen mit unterschiedlicher Fachlichkeit an Themen herangehen. Das ist eine große Bereicherung“, sagt der 65-Jährige. Auch die Synode findet er sehr spannend besetzt. Der neue Präsident der Synode ist Matthias Kannengießer aus Hannover, der dort als Vorsitzender Richter einer Kammer für Handelssachen am Landgericht arbeitet.

75 Kirchenparlamentarier aus Niedersachsen beraten und beschließen in der Synode die Gesetze und Haushaltspläne der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, Deutschlands größter Landeskirche. Sie bewegen dabei ein Haushaltsvolumen von rund 500 Millionen Euro. Die Landessynode vertritt 1.281 Kirchengemeinden zwischen Ostfriesland und Göttingen. Sie gehört wie Bischof, Bischofsrat, Landeskirchenamt und Kirchensenat zu den kirchenleitenden

Organen.

Ladwig hat neben seiner Tätigkeit im Präsidium noch einen Platz im Diakonieausschuss und einen im Rechtsausschuss besetzt. Im Diakonieausschuss stehen zukünftig Fragen zur Inklusion in Kindertagesstätten und zur Organisation von Kita-Verbänden auf der Tagesordnung. An der Teilnahme am Rechtsausschuss reizt den erfahrenen Leiter kirchlicher Gremien die Frage, ob die Gestaltung rechtlicher Regelungen der Landeskirche auch der Gemeinde dienen. „Es gibt gesetzliche Regelungen, die nicht immer mit dem übereinstimmen, wie wir Kirche heute denken“, sagt Ladwig. „Ich finde es spannend, an Veränderungn mitarbeiten zu können.“

Elf Ausschüsse galt es in Hannover zu besetzen. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit Theologie, Ökumene, Bildung, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Umwelt und Bauen. Ladwig ist gespannt auf die Arbeitsergebnisse. „Die letzten beiden Perioden der Landessynode hatten ihren Schwerpunkt in der Schaffung von Rahmenbedingungen, um knapper werdenden Ressourcen zu begegnen. Das ist jetzt weitgehend abgeschlossen. Nun werden wieder mehr inhaltliche Themen im Vordergrund stehen“, ist seine Einschätzung. Er glaubt, dass Gerechtigkeitsfragen eine Rolle spielen werden, so beispielsweise die Themen Flüchtlinge oder Werte in einer ungleichgewichtigen Welt. „Ich freue mich auf die Arbeit“, sagt Ladwig. Er wird jetzt etwa drei Tage im Monat in Hannover verbringen.

 

 

 

DATUM

18. März 2014

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Mit einer Menge Papier kehrte Hartmut Ladwig von der konstituierenden Sitzung der Landessynode zurück.
Mit einer Menge Papier kehrte Hartmut Ladwig von der konstituierenden Sitzung der Landessynode zurück.
Mit einer Menge Papier kehrte Hartmut Ladwig von der konstituierenden Sitzung der Landessynode zurück.