Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Brot für die Welt: tolle Bilanz

„Ich bin überwältigt!“ Das war die Reaktion von Werner Hagedorn auf das Ergebnis der Spendenaktion von Brot für die Welt im Kirchenkreis Rotenburg. Es lag mit 68.170,31 Euro mehr als 10.000 Euro über dem Aufkommen des Vorjahres. „Damit haben wir das Ziel für die Spendenzusage für das zweite Jahr unserer Aktion weit übertroffen“, sagt der erst kürzlich in Ruhestand gegangene Rotenburger Pastor, der gleichzeitig Beauftragter für Brot für die Welt im Kirchenkreis Rotenburg war.

Vor zwei Jahren hatten die 16 Kirchengemeinden zwischen Böhme und Wümme mit dem evangelischen Entwicklungsdienst Brot für die Welt eine ungewöhnliche Vereinbarung getroffen. Sie hatten zugesagt, ein ausgewähltes, konkretes Projekt in Peru über drei Jahre allein zu sichern. Die Hilfsgelder fließen seither in ein Landwirtschaftsprojekt in der Region Apurimac. Die Landbevölkerung wird dort so gefördert und geschult, dass die Familien von ihrer Arbeit in der Landwirtschaft leben und ihre Lebensgrundlage selbst sichern können. Der Kirchenkreis Rotenburg will in den drei Jahren ein Spendenaufkommen von mindestens 165.000 Euro zusammenbringen.

„Der Bezug zu einer konkreten Not hat die Menschen zum Spenden bewegt, weil sie erleben konnten, dass Veränderungen erreicht wurden. So kann ich mir den Erfolg erklären“, sagt Superintendent Hans-Peter Daub. Er freut sich darüber, dass die Anstrengungen der Kirchengemeinden erfolgreich waren. Sie berichteten in den Gemeindebriefen und mit Flyern über den Fortschritt des Projektes und informierten die Besucher in den Weihnachtsgottesdiensten. Pastor Hagedorn hatte mit einem Team Kontakt in das Gebiet Apurimac aufgebaut. Landwirte und Projektleiter von dort berichteten über Fortschritte, und Kinder malten Bilder aus ihrem Alltag in den peruanischen Anden.

„Die Menschen im Kirchenkreis haben ein Bewusstsein dafür, dass die Not in den Anden nicht selbst verschuldet ist, sondern mit Weltwirtschaftsbedingungen und dem Klimawandel unmittelbar zusammenhängen“, sagt Daub. „Sie befürworten und unterstützen die Anstrengungen von Brot für die Welt, traditionelle Lebensräume für zukünftige Generationen zu erhalten und eine Stadtflucht zu verhindern.“

Hagedorn wird sich noch eine gewisse Zeit weiter um den Kontakt nach Peru bemühen, bis ein neuer Beauftragter für Brot für die Welt im Kirchenkreis gefunden ist. „Ich werde gleich einen freudigen Brief nach Peru schreiben, vom überragenden Spendenergebnis berichten und um weitere Texte und Bilder von dort bitten.“

Weitere Informationen zu dem speziellen Projekt des Kirchenkreises Rotenburg gibt es hier:
http://www.kirche-rotenburg.de/node/1961

 

DATUM

10. März 2014

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Die hauptamtlichen Mitarbeitenden im Kirchenkreis Rotenburg haben viel Informationsarbeit rund um das Projekt in Apurimac geleistet.
Die hauptamtlichen Mitarbeitenden im Kirchenkreis Rotenburg haben viel Informationsarbeit rund um das Projekt in Apurimac geleistet.
Die hauptamtlichen Mitarbeitenden im Kirchenkreis Rotenburg haben viel Informationsarbeit rund um das Projekt in Apurimac geleistet.