Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Kirchenkreistag: Ehrenamtliche stärken

Auf besondere Weise wurde der Bericht des Kirchenkreisvorstands auf der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistags in der Eine-Welt-Kirche in Schneverdingen gestaltet. Der Vorsitzend des Kirchenkreisvorstands, Superintendent Hans-Peter Daub, ließ die Vorstandsmitglieder jeweils einzelne Aspekte ihrer Arbeit aus ihrer Sicht darstellen.
So berichteten beispielsweise Gunda Handrich (Pastorin aus Scheeßel), Ralf Danker (Region Brockel-Kirchwalsede-Visselhövede) und Michael Schirmer (Region Heber-Neuenkirchen-Schneverdingen) über ihre Erfahrungen als neu gewählte Vertreter im Kirchenkreisvorstand. Einhellig lobten die drei die transparente und offene Kommunikation in diesem Gremium, sowie die angenehme Atmosphäre. „Die kennt man aus Gremien anderer Organisationen auch anders“, stellte Schirmer fest, der sich in weiteren Institutionen ehrenamtlich engagiert.
Der Kirchenkreistag hatte sich im Februar dieses Jahres konstituiert und den Kirchenkreisvorstand einvernehmlich gewählt. Die langjährigen Vorstandsmitglieder wurden danach befragt, warum sie sich erneut für dieses Amt haben aufstellen lassen. Auch sie sprachen die durchweg gute Atmosphäre an. Entscheidend war für Lars Rüter (Pastor aus Lauenbrück) und Annette Hollmann (Diakonie) aber die Tatsache, dass sie in diesem Gremium gute Arbeit angefangen hätten, die sie in dieser Amtsperiode fortführen wollten.
„Wir haben hier richtig etwas bewegt und werden es auch weiter tun!“ Das war auch die Bilanz von Hartmut Ladwig, dem Vorsitzenden des Kirchenkreistages. Er sitzt als ständiger Gast im Kirchenkreisvorstand und sollte aus seiner Sicht berichten. Als einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt nannte Ladwig die gesellschaftlichen Herausforderungen wie die Integration von Aussiedlern oder auch die Armutsbekämpfung. „Das hat zur Schaffung von mehreren Planstellen und Arbeitsgruppen im Diakonischen Werk geführt“, sagt Ladwig, der in der vierten Legislaturperiode im Kirchenkreisvorstand sitzt. Zudem nahmen die Friedensarbeit und das Kirchenasyl im Kirchenkreistag einen wichtigen Platz ein. Auch grundsätzliche Themen wie die Sicherung der Finanzen wurden in den letzten Jahren in den Augen von Ladwig sehr konstruktiv und erfolgreich bearbeitet.
Das bestätigte auch Änne Kühn als ständiger Gast aus dem Kirchenamt in Verden. „Die Anbindung der Verwaltung klappt sehr gut.“ Sie nahm auch den Dank des Kirchenkreistags entgegen, denn die Jahresrechnung von 2011 wurde jetzt vom Rechnungsprüfungsamt ohne Mängel geprüft und konnte so an diesem Tag beschlossen werden.
Als weiteren Tagesordnungspunkt hatten die Anwesenden sich mit der Gestaltung der Leitung und Verwaltung im Kirchenkreis zu beschäftigen. Die Landeskirche Hannovers fordert für ihre Planungen die Formulierung von Grundstandards in diesen und weiteren Bereichen wie Verkündigung, Kirchenmusik, Diakonie, kirchliche Bildungsarbeit oder Kinder und Jugendliche.
Der Kirchenkreistag hat sich in seine Grundstandards geschrieben, die Leitungsfunktionen von Ehrenamtlichen zu stärken. Bereits heute sind in fast allen Kirchenvorständen im Kirchenkreis Rotenburg die Vorsitzenden Ehrenamtliche. „Mittelfristig werden Leitungspositionen von Ehrenamtlichen noch viel größere Bedeutung erlangen“, sagte Superintendent Daub. Um dem Rechnung zu tragen, soll es Fortbildungen geben. Auch eine Klausurtagung aller Leitungskräfte – unabhängig, ob sie ehrenamtlich oder hauptamtlich im Kirchenkreis beschäftigt sind – wird es demnächst geben.
Weiterhin formulierte der Kirchenkreistag als Ziel, dass Aufgaben, die in einer Kirchengemeinde nicht besser allein zu machen sind, in der Kirchenregion gemeinsam verantwortet werden sollen. Und Aufgaben, die eine Kirchenregion allein nicht besser machen kann, sollen im Kirchenkreis verantwortet werden. „Damit werden Kräfte und Kompetenzen sinnvoll gebündelt“, erläutert Daub. Beispielsweise sollen auf regionaler Ebene Kirchenbüros vernetzt werden, so dass für eine Region jeden Tag ein Büro unter gemeinsamer Nummer offen ist. „Das verbessert die Erreichbarkeit für die Gemeindeglieder“, freut sich Ladwig. Dazu sollen die Erfahrungen der Büros in Brockel, Kirchwalsede und Visselhövede ausgewertet werden, die seit einiger Zeit bereits vernetzt sind.

 

DATUM

17. Juni 2013

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Kirchenkreistag Rotenburg
Kirchenkreistag Rotenburg
Der Kirchenkreistag tagte in der Eine-Welt-Kirche in Schneverdingen