Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Für die Menschen erreichbar sein

Eine positive Bilanz zogen die Organisatoren der Wiedereintrittsstelle bei Dodenhof. „An sieben Tagen sind insgesamt 36 Menschen wieder in die evangelische Kirche eingetreten“, sagt Diakonin Kerstin Dierolf von der Evangelischen Kreisakademie Verden und Koordinatorin der Wiedereintrittstelle. Das sind ungefähr soviel wie auch in den übrigen Jahren. Dieses Mal waren es 16 Männer und 20 Frauen im Alter von 36 bis 77 Jahren.
Immer am Freitag und Samstag im Advent bauen Pastoren und Gemeindemitglieder aus den Kirchenkreisen Rotenburg und Verden einen Stand am Eingang der Genießerwelt bei Dodenhof auf. Dort laden sie zum Gespräch ein und geben Menschen die Möglichkeit, auf unkomplizierte Weise wieder in die Kirche einzutreten. Dabei ist ihnen nicht die Anzahl der Wiedereintritte der Maßstab für ein gutes Gelingen der Aktion. „Ich glaube, es ist eine Grundanforderung an Kirche, für Menschen ohne große Hemmschwelle erreichbar zu sein. Und da ist die Wiedereintrittsstelle ein interessantes Angebot“, sagt Hans-Peter Daub, Superintendent im Kirchenkreis Rotenburg.
Gute Gespräche hat es auch bei der vergangenen Aktion am Stand der Wiedereintrittsstelle zahlreich gegeben. „Manche sind ganz kurz, manche dauern länger und sind tiefer, manchmal hat sich bei den Menschen auch einiger Ärger aufgestaut. Aber immer haben wir hinterher das Gefühl: Es war gut, dass wir hier stehen und ein offenes Ohr haben“, sagt Helene Eißen-Daub, Berufsschulpastorin an den Berufsbildenden Schulen in Verden. Seit vielen Jahren steht sie gern für ein paar Stunden am Stand der Wiedereintrittsstelle. Über ihre Kontakte ist auch dafür gesorgt, dass die Schülerinnen und Schüler der Fachpraxis Hauswirtschaft der BBS Verden große Mengen Kekse in Form von Engeln und Kirchen für die Wiedereintrittsstelle backen.
„Die sind hilfreich, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen“, sagt Constanze Ulbrich, Pastorin in Posthausen und Mitglied des Vorbereitungsteams. In diesem Jahr möchte das Team den Dialog aber noch durch neue Elemente ausbauen. „Wir wollen noch mehr Möglichkeiten schaffen, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagt Daub. Deshalb wird es dieses Mal die Möglichkeit geben, am Stand der Wiedereintrittstelle zu bestimmten Fragen rund um Kirche und Weihnachten seine Meinung zu äußern und so an einem Abstimmungssystem teilzunehmen, das immer am Ende des Tages ausgewertet wird.
Beginn der diesjährigen Wiedereintrittsstelle bei Dodenhof ist Freitag, 6. Dezember. „Das ist zusätzlich ein ganz besonderes Datum, um mit den Menschen über Kirche ins Gespräch zu kommen“, freut sich Daub.
 

DATUM

13. Mai 2013

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Wiedereintrittsstelle Dodenhof
Wiedereintrittsstelle Dodenhof
Constanze Ulbrich (von links), Anette Meyer, Helene Eißen-Daub, Kerstin Dierolf und Hans-Peter Daub vom Vorbereitungsteam der Wiedereintrittsstelle bei Dodenhof planen die nächste Aktion für den Advent.