Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Hartmut Ladwig und die neue Kirchenverfassung
„Es war eine große Aufgabe“ Hartmut Ladwig hat als Synodaler an der neuen Kirchenverfassung mitgearbeitet Die Landeskirche Hannovers hat eine neue Verfassung. Daran mitgearbeitet und sie mit beschlossen hat Hartmut Ladwig aus dem Kirchenkreis Rotenburg. Er sitzt als einer von 75 Vertreterinnen und Vertretern in der Landessynode. Sie ist als Kirchenparlament das oberste Entscheidungsorgan der Landeskirche. „Es war eine große Aufgabe, aber wir haben sie meiner Meinung nach gut gelöst“, sagt der Rotenburger, der als Schriftführer dem Präsidium angehört und zudem Mitglied im Diakonie- und im Rechtsausschuss ist. Warum es gleich eine komplett neue Verfassung sein musste, erklärt er auch. Die letzte Verfassung aus dem Jahr 1965 sei sehr detailliert gewesen und konnte deshalb viele jüngere Entwicklungen nicht richtig abbilden. „Verfassungen sollten nur den großen Rahmen bieten, innerhalb dessen es möglich ist, Regelungen zu treffen, die auf aktuelle Entwicklungen reagieren“, sagt der ehemalige Leiter des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Rotenburg. Mehrere Punkte findet der 71-Jährige besonders gelungen. Das ist zum einen, dass der neue Text erstmals auch das Verhältnis der Landeskirche zum demokratischen Staat benennt. „Entsprechend ihrem Öffentlichkeitsauftrag nimmt die Landeskirche Aufgaben des gesellschaftlichen Lebens wahr und beteiligt sich in diesem Rahmen am politischen Diskurs“, heißt es in Artikel 5. Auch die Beziehungen zu anderen Kirchen und Religionen werden geregelt. Sie werden explizit anerkannt und die enge Verbindung zum Judentum zudem besonders betont. Ebenfalls sehr besonders für den engagierten Ehrenamtlichen, der unter anderem noch den Vorsitz der Kirchenregion Rotenburg innehat, ist die neue Offenheit, mit der der Verfassungstext die mögliche Vielfalt der Formen kirchlichen Lebens zukünftig ermöglicht. „Es sind neben den zur Zeit üblichen Kirchengemeinden auch andere Zusammenschlüsse von Christinnen und Christen – auch überregional – möglich und gleichberechtigt. Hier gibt es erste Bewegungen in den Regionen der Landeskirche. Und so ist grundsätzlich sichergestellt, dass sich Neues entwickeln kann“, erläutert Ladwig. Entstanden ist die Verfassung unter großer Beteiligung der Mitglieder in der Landeskirche Hannovers. In 70 Veranstaltungen wurde der Textentwurf in den einzelnen Regionen vorgestellt, und auf einer Internet-Plattform konnten sich Gremien und Einzelpersonen an der Diskussion beteiligen. Mehr als 400 Stellungnahmen und Anregungen sind letztendlich in den Text mit eingeflossen. „Dieses erfolgreiche Beteiligungsverfahren werden wir immer wieder einsetzen“, sagt Ladwig. Als nächstes beispielsweise bei den Kirchengesetzen für die Neufassungen der Kirchenkreisordnung und der Kirchengemeindeordnung und einer Revision des Wahlverfahrens für das Kirchenvorsteheramt.

DATUM

5. Juni 2019

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Hartmut Ladwig engagiert sich seit 46 Jahren für die evangelische Kirche in Rotenburg
Hartmut Ladwig engagiert sich seit 46 Jahren für die evangelische Kirche in Rotenburg
Hartmut Ladwig engagiert sich seit 46 Jahren für die evangelische Kirche in Rotenburg

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