Bischof Ralf Meister richtet sich an die Gemeinden zum Thema Flüchtlinge

Hannover (epd). In einem per Mail verschickten Brief an die knapp 1.300 Gemeinden der hannoverschen Landeskirche hat Landesbischof Ralf Meister dazu aufgerufen, sich für Flüchtlinge einzusetzen. Jeder könne auch mit bescheidenen Mitteln dazu beitragen, dass die Stimmung im Land gegenüber Flüchtlingen offen und willkommen bleibe, schreibt der evangelische Theologe in seinem "Wort an die Gemeinden", das am Sonntag in den Gottesdiensten verlesen werden soll. "Widersprechen Sie Stammtischparolen in Ihrer Nachbarschaft, beim Einkaufen und bei der Arbeit."

Die Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte seien "schändlich", betont Meister. Menschen, die aus Kriegsgebieten geflohen seien und jahrelang unmittelbar Gewalt erlebten, würden in Deutschland erneut massiv ausgegrenzt, stigmatisiert und gewaltsam angegriffen. "Dumpfe Parolen, die Vorurteile schüren, vergiften das Klima der Solidarität und diskriminieren Menschen."

Zudem müssten sich die Schlagzeilen ändern, schreibt Meister. Auf jede rechtsradikale Aktion, über die breit berichtet werde, kämen weitaus mehr ehrenamtliche Unterstützungsmaßnahmen. "Darüber muss geredet werden, damit das Bild in der öffentlichen Wahrnehmung sich nicht verschiebt."

Der Landesbischof dankte den Gemeinden und Kirchenkreisen für ihr ehren- und hauptamtliches Engagement. "Ich danke für die Zeit, die viele von Ihnen den Menschen schenken, die zu uns kommen." Zu den Diensten an vielen Stellen zählten Essensausgaben, Bettenaufbau, Kleidersammlungen oder Übersetzungsarbeiten. "Niedersachsen hat eine jahrzehntelange Erfahrung in der Aufnahme von Flüchtlingen, die durch politisches Handeln, vor allem aber durch die konkrete Hilfe von Menschen vor Ort gestaltet wurde."

Den gesamten Brief finden Sie rechts im Downloadbereich als pdf.

 

"Wer verzweifelt ist, findet seinen Weg" -- Dossier der EKD zum Thema Flüchtlinge

Am 9. September 2015 hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein Dossier zum Thema Flüchtlinge veröffentlicht. Sie finden es ebenfalls im Downloadbereich als pdf.

 

"Wir sind alle gefragt, etwas zu tun"

Superintendentin Susanne Briese und Eckhard Lang, Flüchtlingsberater des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Rotenburg, wenden sich mit einem Spendenaufruf an die Menschen im Kirchenkreis Rotenburg. Den vollständigen Beitrag finden Sie unter http://www.kirche-rotenburg.de/node/7632#meldungsanker.

 

Hilfen für Flüchtlinge koordiniert

„Es wird bereits sehr viel getan und es gibt noch mehr Ideen. Unsere Mitarbeitenden fragen uns immer wieder, was wir gemeinsam für Flüchtlinge tun können“, beschreibt Pastorin Jutta Wendland-Park, Vorstandsvorsitzende der Rotenburger Werke, die Situation in ihrer Einrichtung. Pastor Matthias Richter, Theologischer Direktor im AGAPLESION Diakonieklinikum Rotenburg, erlebt eine ähnlich große Hilfsbereitschaft im Krankenhaus. Deshalb lud er Vertreter der großen diakonischen Einrichtungen, des Diakonischen Werks und des Kirchenkreises Rotenburg ein, um über die gezielte Kooperation von Diakonie und Kirche eine noch effektivere Flüchtlingshilfe vor Ort zu erreichen. Den vollständigen Beitrag finden Sie unter http://kirche-rotenburg.de/node/7709#meldungsanker.