KIRCHE MIT MIR

Evangelische Kirche lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Kirche mitgestalten. Mit ihrem Sachverstand, ihrer Persönlichkeit und ihrem Glauben. Die Mitglieder des Leitungsgremiums der Gemeinde tragen die Verantwortung für die Gemeinde.

 

 

„Das Dorfleben aufrecht erhalten“

Kirchenvorstandsteam in Ahausen sucht Kandidaten für neue Amtszeit

Wenn Friederike Schloh sich eine Traumbesetzung für ihren Kirchenvorstand wünschen könnte, dann wären es eine Reihe Experten, beispielsweise aus den Bereichen Bau, Verwaltung, Finanzen, Personal und Kommunikation. Denn die Aufgaben in diesem Leitungsgremium sind vielfältig und anspruchsvoll. So trägt es zusammen mit dem Pfarramt die Verantwortung für Finanzen, Gebäude und Grundstücke, es hat als Arbeitgeber die Dienstaufsicht für die in der Gemeinde angestellten Mitarbeitenden und es ist mitverantwortlich für den Gottesdienst und die Konfirmandenarbeit.

Natürlich weiß Kirchenvorsteherin Schloh genau, dass so eine Besetzung großer Zufall wäre. Denn es ist ein Ehrenamt und die Kandidaten müssen sich alle sechs Jahre zur Wahl stellen. Die nächste ist am 11. März 2018. Deshalb sind zurzeit Findungskommissionen in allen 16 Kirchengemeinden des Kirchenkreises Rotenburg unterwegs, um neue Interessierte zu suchen.

Auch Schloh gehört so einer Gruppe an. Sie erinnert sich noch genau, was ihr Antrieb war, sich im Kirchenvorstand zu engagieren: „Kirche muss im Dorf bleiben, und wer möchte, dass das Dorfleben aufrecht erhalten werden soll, der muss Verantwortung übernehmen.“ Jetzt freut sie sich zusammen mit den weiteren fünf Ahauser Kirchenvorsteherinnen auf die neuen Interessierten, die für die nächste Amtsperiode gewonnen werden können.

Wichtiger als ein ausgewiesenes Expertentum ist für einen Kirchenvorsteher eine Nähe zur Kirche, um erfolgreich und produktiv arbeiten zu können. So war es auch bei Friederike Schloh, der die Frauenarbeit sehr am Herzen liegt und die schon vier Jahre lang im Gemeindebeirat mitgearbeitet hatte, bevor sie für den Kirchenvorstand kandidierte. Dieses Gremium unterstützt bei der Planung und Koordinierung der Gemeindearbeit und hilft bei der Vorbereitung und Durchführung von Gemeindeveranstaltungen.

Auch Heidi Zuch war vor ihrer Arbeit im Kirchenvorstand ebenfalls Mitglied des Gemeindebeirats gewesen. Sie kümmert sich um die Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde. Was genau im Leitungsgremium auf sie zukommen würde, wusste sie nicht. „Dass da so viel Verwaltung anfällt, war mir nicht klar“, sagt Zuch. Doch das hält sie nicht davon ab, jetzt für ihre dritte Amtszeit zu kandidieren.

„Man wächst an seinen Aufgaben“, ist auch Heike Bolz nach fast zwölf Jahren im Kirchenvorstand überzeugt. „Mir war es wichtig, die Kirche in Ahausen zu vertreten und mitzugestalten“, erinnert sie sich an ihre Entscheidung für die Kandidatur.

Friedhofsverwaltung, Sanierung des Pfarrhauses, Errichtung des Perlengartens, Organisation von besonderen Gottesdiensten wie beispielsweise dem mit Kindern aus Tschernobyl... Die Themen, die das Ahauser Kirchenvorstandsteam bearbeitet hat und noch bearbeitet, sind breit gefächert. Dafür braucht es Persönlichkeiten, die bereit sind, sich auch in unbekannte Gebiete einzuarbeiten.

Diese Neugier trieb beispielsweise Anja Aldag-Vajen an, als sie vor rund zwölf Jahren entschied, im Ahauser Kirchenvorstand mitzuarbeiten. „Ich wollte einfach mal etwas Neues ausprobieren“, sagt die Großhandelskauffrau. Dass dazu die Verabschiedung von zwei Pastoren und einer Pfarrsekretärin sowie die jeweilige Suche nach Nachfolgern gehören würde, wusste sie nicht. Dass das Gremium durch Mitgliederschwund mit immer geringer werdenden finanziellen Mitteln arbeiten muss, war hingegen bekannt und führte zu kreativen Lösungen wie der Gründung einer Stiftung und der engeren Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden Horstedt und Sottrum.

So blicken die sechs Ahauser Kirchenvorsteherinnen auf eine ereignisreiche und erfolgreiche Legislatur zurück. Deshalb lautet das Fazit von Anja Aldag-Vajen: „Uns sind über die Jahre eine gute Zusammenarbeit und ein enger Zusammenhalt gelungen. Das war schon gut mit uns.“ Wer Interesse an einer Mitarbeit in der nächsten Amtszeit hat, der kann sich informieren bei Friederike Schloh unter Telefon 04264/84222.

 

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Arbeiteten erfolgreich in einer ereignisreichen Amtszeit: Heidi Zuch (von links), Heike Bolz, Anja Aldag-Vajen, Rita Bartels und Friederike Schloh. Es fehlt Silke Jonas
Arbeiteten erfolgreich in einer ereignisreichen Amtszeit: Heidi Zuch (von links), Heike Bolz, Anja Aldag-Vajen, Rita Bartels und Friederike Schloh. Es fehlt Silke Jonas

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