Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Aktion: Jeder braucht ein Stück vom Kuchen

Am 24. September findet die Wahl zum neuen Bundestag statt und am 15. Oktober wählen die Niedersachsen einen neuen Landtag. Aus diesem Anlass geben Diakonie und Caritas in Niedersachsen zum zweiten Mal ihre Sozialcharta heraus. „Jeder braucht ein Stück vom Kuchen“ – unter diesem Motto setzen sich die beiden großen sozialen Dienste der evangelischen und katholischen Kirche für eine gerechtere Gesellschaft in Niedersachsen ein.

Auch Angela Hesse, Leiterin des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Rotenburg, unterstützt die Aktion. „Wir von Diakonie und Caritas haben sieben Grundsätze formuliert, die aufzeigen, an welchen Stellen sich etwas ändern muss und was für uns eine gerechte Sozialpolitik ausmacht“, sagt Hesse. Das sind: die Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben, der Kampf gegen Armut und soziale Ungleichheit, ein gerechter Zugang zu Bildung, die Beteiligung der Menschen aller Generationen, die Offenheit für Einwanderer, faire Entlohnung in der Sozialen Arbeit und die Förderung der Sozialwirtschaft.

„In unseren Beratungsstellen und den offenen Angeboten begegnen wir häufig Menschen, die von Armut betroffen sind und sich bemühen, das nicht zu zeigen“, erklärt Hesse. Sie bedauert, dass Armut immer noch verdrängt und verharmlost wird. Arbeitslosigkeit stellt dabei das bei weitem größte Armutsrisiko dar. Auch Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern und Geringqualifizierte sind überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen.

Diakonisches Werk und Caritas halten es deshalb für notwendig, die aktuelle Bemessung der Regelbedarfe im zweiten Sozialgesetzbuch (Arbeitslosengeld II) bedarfsgerecht zu gestalten. Dabei sollte die Grundsicherung eigentlich das letzte Netz sein. Für Alleinerziehende und Erwerbstätige, die von ihrem Einkommen nicht leben können, sollten andere Instrumente gefunden werden. Zudem müsste der Mindestlohn erhöht werden. Bezieher von Grundsicherung im Alter sollten aus einer privaten oder betrieblichen Rente einen Sockelbetrag zusätzlich zur Grundsicherung behalten dürfen. Zudem wäre es wichtig, genügend Wohnraum vorzuhalten, der für alle bezahlbar ist. Denn oft sind Menschen mit einem niedrigen Einkommen chancenlos im Wettbewerb um Wohnraum.

Über diese Problematik möchten die Mitarbeitenden des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Rotenburg mit den Menschen ins Gespräch kommen und die Aktion „Jeder braucht ein Stück vom Kuchen“ in der Rotenburger Fußgängerzone vorstellen. Dafür errichten sie am Samstag, 9. September, von zehn bis 13 Uhr einen Informationsstand vor dem ehemaligen Gebäude von „Vögele“ gegenüber der Turmstraße. Am Samstag, 16. September, wird der Stand von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr auf dem Scheeßeler Wochenmarkt zu finden sein. Mehr Informationen zur Aktion „Jeder braucht ein Stück vom Kuchen“ gibt es auf der Internetseite www.diakonie-niedersachsen.de oder bei Angela Hesse unter Telefon: 04261-63039-40.

 

 

 

 

DATUM

28. August 2017

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Angela Hesse setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann
Angela Hesse setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann
Angela Hesse setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann

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