Die Kirche
Wer, von Rotenburg kommend, sich der kleinen Stadt Visselhövede nähert, wird sie schon von weitem entdecken: die patina-grüneTurmspitze der St.Johannis-Kirche. Auf einer sanften Anhöhe gelegen schaut das alte Gotteshaus auf ein weites Kirchspiel herab. Der größte Teil aller Verbindungswege, Straßen und Pfade verläuft sternförmig und geradlinig auf die Kirche und das ihr anliegende Rathaus zu. 14 Ortschaften gehören heute zum Kirchspiel und zur politischen Gemeinde. Manch ein Visselhöveder kennt sie noch, die kleinen Wege und Pfade durch die Feldmark, die als Kirchweg von Ottingen, Nindorf, Wehnsen, Buchholz oder Heelsen zur Kirche führen. Kärglicher Boden und dünne Besiedlung waren einst Ursache für solch großräumige Gemeinden hier in der Heide. Heute noch nennt sich Visselhövede das "Tor zur Südheide". Von der reizvollen Heidelandschaft, die uns der Dichter Hermann Löns so eindrücklich beschrieben hat, ist allerdings nicht mehr viel übrig. Die meisten Flächen sind längst unter den Pflug gekommen; Landwirtschaft prägt das Bild. Tatsächlich: Es hat sich vieles verändert in langen Jahrhunderten. Und die St. Johannis-Kirche hat allen Wandel, manche Katastrophe und auch historische Umbrüche überstanden. Wie eine Festung steht sie da als ein Wahrzeichen von Tradition und Beständigkeit. Und sie ist selber Zeuge des Bekenntnisses zu dem ewigen Gott. Sie lädt ein, in ihr zur Ruhe und zur Besinnung zu kommen und an ihr ein Stück Geschichte zu erfahren. Zeitzeugen aus Stein erzählen lebendige Geschichte.


