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GERECHTIGKEIT   FRIEDEN   BEWAHRUNG DER SCHÖPFUNG

AUCH DIE SCHÖPFUNG WIRD FREI WERDEN VON DER KNECHTSCHAFT DER VERGÄNGLICHKEIT ZU DER HERRLICHEN FREIHEIT DER KINDER GOTTES. - Römerbrief 8,21

"In dieser unserer Zeit", sagte Rabbi Mosche, "ist die größte Frömmigkeit, wenn man die Welt annimmt, wie sie steht und geht." Das ist in einer von Martin Bubers chassidischen Geschichten die Antwort des Rabbis auf die berechtigte Klage über den schlimmen Zustand unserer Welt. Nicht die grausame Natur ist für diesen Zustand verantwortlich. Es ist der Mensch mit dem, was er seinesgleichen und der Natur zufügt. Es ist der Mensch, der knechtet, unterdrückt, ausbeutet. Es ist der Mensch, der von Knechtung, Unterdrückung und Ausbeutung profitiert. Es ist der Mensch, der sich verschließt und verhärtet gegen die Leiden der Kreatur. Es ist der Mensch, der die Bedürftigkeit des anderen ignoriert, weil er sich gegen seine eigene Bedürftigkeit und Vergänglichkeit mit einem Sicherheitspanzer umgeben hat. Wie gegen diese ganze Verkehrtheit angehen? Wie die Welt befreien von Knechtschaft und Angst vor Vergänglichkeit? Durch Annehmen, sagte der Rabbi. Wer das Leben annehmen kann in seiner Begrenztheit und Vergänglichkeit, braucht nicht mehr alles und alle anderen in den Dienst seiner Sicherheit, seines übersteigerten Gewinnstrebens zu stellen. Er bekommt Erbarmen mit denen, die diesem Mechanismus immer noch unterliegen. Er weiß sich in Gottes Hand und darum frei. Diese Freiheit wird zur Wohltat für andere Menschen und für die Schöpfung. - Werner Hagedorn

Kredite wecken Hoffnung! Ein Beispiel für die Projektarbeit von "BROT FÜR DIE WELT"

Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Immer wieder führen Dürren zu Hungersnöten. Die „Brot für die Welt“-Partnerorganisation ADA unterstützt die Menschen am Niger-Fluss – unter anderem durch Kleinkredite, die ihnen den Aufbau einer Existenz ermöglichen. Die Welt von Moumouna Garraba steht Kopf: „Ich bin ein Mann“, sagt die Mittvierzigerin, nimmt einen Fisch von einem Haufen frisch geangelter Karpfen und schuppt ihn mit einem kleinen Messer ab. „Ich ernähre meine Kinder, kaufe ihnen Kleider, zahle für die Schule. Ich unterstütze meine Mutter, bringe das Geld für Hochzeitsgeschenke auf und kaufe Medikamente. Die Männer von heute sind Frauen!“ Moumouna Garraba, die Fischhändlerin, ist heute in aller Frühe aufgestanden, um einige Kilometer flussabwärts frischen Karpfen zu kaufen. Jetzt frittiert sie Portion für Portion und legt sie auf ein silberfarbenes Tablett. Das reicht sie an ihre ältere Tochter weiter, die den gebratenen Fisch nur ein paar Meter weiter an einem Stand auf dem Markt verkauft. „So kommen meine Familie und ich einigermaßen über die Runden.“ Ihr kleines Unternehmen hätte sie aus eigener Kraft nie aufbauen können. Es war die nigrische Fischervereinigung ADA, die ihr die nötige Starthilfe gab. Die von „Brot für die Welt“ unterstützte Organisation hat einen Kreditverband ins Leben gerufen, der Gruppen von 20 bis 25 Personen Kleinkredite im Wert von umgerechnet 300 bis 3.000 Euro gewährt. Gleichzeitig vermittelt ADA den Antragsstellenden das Einmaleins der Betriebswirtschaft. Dies ist ein Beispiel der erfolgreichen Arbeit von „Brot für die Welt“. Unterstützen Sie die Arbeit mit Ihrer Spende! Bei einer Überweisung an das Kirchenkreisamt Rotenburg, Konto 148 668, BLZ 241 512 35, Stichwort: "Brot für die Welt" erhalten Sie automatisch eine Spendenbescheinigung.