Viele Ehrungen beim Kirchwalseder Poaunenchor
"Das Erntedankfest ist ein guter Anlass, auch Danke zu sagen an die fröhlichen Geber des Posaunenchores. Der streut nämlich seine musikalische Saat aus und erntet dafür jede Menge Freude. Dazu gehört viel Engagement und Durchhaltevermögen. Jede Woche gilt es, mindestens einmal zu proben, um über die Musik die christliche Botschaft vermitteln zu können." Mit diesen Worten gratulierte der Landesposaunenwart Reinhard Gramm unter anderem Annette Kunike für zehnjährige Zugehörigkeit zum Posaunenchor Kirchwalsede. Sie bekam eine silberne Ehrennadel, einen Blumenstrauß und eine Urkunde. Außerdem erhielten diese Ehrung für elf Jahre aktive Mitgliedschaft Rebekka Hartmann, Andreas Hoppe, Marcel Plath, Katrin Seidler und Benjamin Vajen. Seit 26 Jahren ist Klaus Brünjes dabei. Er bekam die goldene Ehrennadel neben der Urkunde und dem Blumenstrauß. Überrascht zeigte sich Ursula Hoppe, die für 40-jährige Zugehörigkeit geehrt wurde. Sie ist seit vielen Jahren Kassenwartin und Organisatorin des Chores und hatte die Liste mit den Ehrungen selbst aufgestellt. Darum war sie eigentlich sicher, nicht dazuzugehören. Der Chor dankte ihr nicht nur für ihr aktives Musizieren, sondern besonders auch für das große Engagement und die zuverlässige Arbeit, die sie stets im Hintergrund leistet.
Für eine spezielle Gratulation war auch der ehemalige Kirchwalseder Pastor Georg Sundermann im Gemeindehaus dabei. Er war nach seinem Dienstantritt in Kirchwalsede von Manfred Bammann für den Chor gewonnen worden, lernte selbst das Blasen und kümmerte sich darum, dass genügend Instrmente angeschafft werden konnten und Nachwuchs ausgebildet wurde. Die Leitung übernahm im Januar 1965 Bammann dann von dem Pastor und füllte diesen Posten aus, bis er ihn an Gisela Beulshausen und später an den heutigen Chef, Matthias Seidler, übergab. Sundermann, der beim Gottesdienst auch selbst im Chor mitspielte, dankte Manfred Bammann für seinen unermüdlichen Einsatz und wünschte ihm noch viele Jahre als aktiver Bläser in der Chorgemeinschaft. 60 Jahre einem Chor anzugehören ist ein solch seltenes Ereignis, dass das Posaunenwerk dafür keine speziellen Ehrennadeln zu vergeben hat. Bammann bekam eine Urkunde und vom Chor Geschenke überreicht. Auch der ehemalige Chorleiter zeigte sich von der Auszeichnung völlig überrascht. Im Vorfeld war die Ehrung ein wolgehütetes Geheimnis gewesen.
20. Bläserwoche in Uelzen
So wie immer und doch ganz neu – die 20. Auflage der Bläserfreizeit des Posaunenchores Kirchwalsede erforderte von allen Teilnehmern eine Menge Flexibilität. Erstmals waren gleich 13 Neue dabei. Von denen gingen die Jüngsten noch gar nicht zur Schule und sollten doch fast eine Woche von zu Hause wegbleiben. Außerdem war der Unterricht für die Anfänger auch für die Großen eine echte Herausforderung. Eigentlich sollte der neue Posaunenchorleiter seine Premiere als Chef der Freizeit geben. Weil er aber just in diesen Tagen Vater wurde, kam er lediglich zu zwei Stippvisiten in die Jugendherberge nach Uelzen und konnte so zumindest für einen Teil des Ostergottesdienstes die Gesamtchorprobe dirigieren. Ansonsten sprangen seine jungen Chorleiter-Kollegen ein und das Arbeitspensum konnte ohne Abstriche durchgezogen werden.
Dieses Programm hatte es Tag für Tag in sich: Nach dem gemeinsamen Einspielen ging es morgens in das Einzel- und Spezialtraining I und II. In allen Zimmern und den Gruppenräumen wurde geprobt. Wer ausnahmsweise frei hatte, bekam die Kapitänsmütze aufgesetzt und war Ansprechpartner für alle Fragen außerhalb des Unterrichts – inklusive Bastelstunden für die Kleinen, wenn die Großen alleine probten. Gruppentraining und Stimmproben schlossen sich an, außerdem verschiedene Ensembles und kleine Chöre. Die 41 Teilnehmer mussten sich immer wieder auf dem Tages- und Generalplan informieren, was sie gerade wo tun sollten. Dieser Plan passt schon seit Jahren nicht mehr auf ein Blatt Papier. Er wird täglich neu auf eine lange Tapete geschrieben.
Wie lohnend die Freizeit war, davon konnte sich die Gemeinde im Ostergottesdienst überzeugen. Nicht nur, dass die Jüngsten ihren ersten Auftritt hatten: Der ganze Chor zog alle Register und zeigte vom Vorspiel bis zum Schlussstück, was in ihm steckt – im wahrsten Sinne des Wortes mit Pauken und Trompeten.
Matthias Seidler übernimmt Chorleitung
Während des Gottesdienstes am 1. Weihnachtstag 2009 übernahm Matthias Seidler die Leitung des Posaunenchors Kirchwalsede. Die bisherige Leiterin Gisela Beulshausen gab die Führung damit nach fast 20 Jahren in jüngere Hände. Matthias Seidler ist einer der Jungbläser, den sie ausgebildet hat. Der Posaunist, der inzwischen verheiratet ist und in Jeddingen lebt, hat die Chorleiterausbildung im letzten Jahr erfolgreich absolviert, und tritt nun in die Fußstapfen seiner Lehrerin.
Gisela Beulshausen wird weiterhin als Ausbilderin für den Nachwuchs tätig sein. Aktuell kümmert sie sich um drei Anfängergruppen. Seit Januar 2010 haben 26 Kinder und 2 Erwachsene begonnen, ein Blasinstrument zu erlernen. Tim Kunike hilft bei der Ausbildung mit. Nachwuchssorgen gibt es in Kirchwalsede im Posaunenchor also nicht!
Posaunenchor Kirchwalsede
Mit Stolz können wir sagen, dass unser Posaunenchor der größte im Kirchenkreis Rotenburg ist. Dank einer kontinuierlichen Ausbildung des Bläsernachwuchses haben wir zur Zeit 42 Bläserinnen und Bläser. Der Posaunenchor wird von Gisela Beulshausen geleitet, die sich immer für eine intensive Jugendarbeit einsetzt, im Einzelfall aber auch interessierte Erwachsene ausbildet. Eine ganz eigene Art der Bläserschulung findet einmal im Jahr immer in den Osterferien bei unserer "Bläserwoche" statt. Jeder, Kind, Jugendlicher oder Erwachsener kann mal Lehrer und Schüler sein, je nachdem. Auf diese Weise stärken wir den Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Altersgruppen (8 bis 70) und erreichen auch eine "hörbare" Leistungsverbesserung des Chores. Wir haben alle Freude an der Musik und versuchen diese weiterzugeben. Das geschieht in Gottesdiensten, zu runden Geburtstagen und Jubiläen. Musikalische Höhepunkte sind unsere Konzerte, die wir alle 2 bis 3 Jahre durchführen. In diesen Konzerten stellen wir einen Querschnitt unserer Arbeit vor, vom Anfängerkanon bis zum doppelchörigen Chorwerk, von Bach oder Händel bis Glenn Miller oder Michael Jackson.
Leitung: Matthias Seidler
Anfängerausbildung: Gisela Beulshausen
Bläserwoche in Waren an der Müritz

- Gruppenbild an der Müritz
Zum 19. Mal begaben wir uns in der Karwoche zur Bläserfreizeit auf die Reise. Das schöne Städtchen Waren an der Müritz war unser Ziel.
Das bewährte Prinzip des Kirchwalseder Chores wurde beibehalten: Jeder der 29 Teilnehmer ist mal Lehrer und mal Schüler. Und so übten die Jüngsten der neun- bis 72-jährigen Bläser erste zweistimmige Stücke, manche von den Größeren ein neues Instrument oder eine andere Notierung, eigentlich alle ihre Stimmen des Osterprogramms und schließlich die Älteren neue Choralvorspiele und Stücke aus Klassik und Jazz.
In der täglichen Mittagspause hatten alle die Gelegenheit, von der direkt am See gelegenen Jugendherberge in die Stadt zu spazieren, sich am Hafen umzusehen und die Altstadt in Augenschein zu nehmen.
Ein Höhepunkt der Woche war der Besuch des örtlichen Posaunenchores der Marienkirchengemeinde. Mit den Bläsern wurde gemeinsam musiziert. Außerdem tauschten die Chorleiter Erfahrungen aus und berichteten von ihrer Arbeit. Dabei wurde den Kirchwalsedern deutlich gemacht, wie froh sie über die gute Nachwuchsarbeit sein können. Besonders die Tatsache, dass die Gastgruppe inzwischen über neun ausgebildete Chorleiter verfügt, verblüffte die Warener völlig.
Ein wenig Erholung von der Musik gab es bei einer Kutschfahrt durch den Nationalpark rund um den Feisnecksee. Die gut unterrichteten Führer erzählten von den Besonderheiten des Waldes und der Moore. Von einem Aussichtsturm aus bot sich der Gruppe ein eindrucksvoller Blick auf gewaltige Vogelkolonien.
Im Ostergottesdienst konnte sich die Gemeinde in Kirchwalsede einen Eindruck von dem verschaffen, was die Mitglieder des Posaunenchores unter Leitung von Gisela Beulshausen während der Bläserwoche in Waren gelernt hatten. Schon traditionell hat dieser Gottesdienst eindeutig einen musikalischen Schwerpunkt und wird immer gut besucht.










