Ein Ruf zu Gebet und Umkehr...!

20. März 2011

Wenn sich montags um 18 Uhr Menschen auf öffentlichen Plätzen zur Mahnwache wegen der Reaktorkatastrophe in Fukushima in Japan treffen, werden auch die Kirchenglocken im Kirchenkreis Rotenburg läuten. Sie rufen zum Gebet für die Opfer der Katastrophe in Japan und mahnen zur Umkehr im Umgang mit der Atomkraft.

„Wie kann man sein Entsetzen, seine Solidarität, seine Sorge um die Zukunft zum Ausdruck bringen?“ fragt Diakon Jörg Pahling aus unserer Kirchenregion, der das Glockenläuten angeregt hat. „Das Läuten der Gebetsglocke ist eine alte Tradition, um an die Toten zu erinnern und die Lebenden zu mahnen.“ Genau das sei, was viele Menschen jetzt bewege. „Wir sind voller Trauer  wegen dem unvorstellbaren Leid das die Bevölkerung im Nordosten Japans getroffen hat“, ergänzt Superintendent Hans-Peter Daub, „aber wir wissen zugleich, dass diese Katastrophe auch unseren Umgang mit der Kernkraft und damit unseren Lebensstil in Frage stellt.“

Wie die anderen Kirchen im Kirchenkreis ist auch die Brockeler Kirche zum Gebet geöffnet: Ein wichtiges Zeichen auch an Orten, an denen keine Mahnwache auf öffentlichen Plätzen stattfinden, so Pahling. Die Aktion solle zunächst bis zum 26.04.2011 fortgesetzt werden. Das ist der 25. Jahrestag der Katastrophe in Tschernobyl...