»Alle gute Gabe, kommt her von Gott, dem Herrn...«

Dass Kürbisse im Herbst nicht immer böse grinsen müssen, zeigt die Kürbis- und Bastelgruppe der Kirchengemeinde


Der Erntedank-Gottesdienst wird am kommenden Sonntag wieder den Auftakt zum Brockeler Bauernmarkt darstellen. Bereits um 10 Uhr lädt die Kirchengemeinde in die festlich geschmückte Kirche ein. Pünktlich  um 11 Uhr geht es dann los mit dem Markt in der Kirch- und Dorfstraße. Mittlerweile feste Tradition ist das Mitwirken aller fünf Erntemeister aus der Kirchengemeinde; sie alle bringen ihre Erntekronen mit, die den ganzen Tag über in der Kirche zu besichtigen sind. Der Gottesdienst selbst wird ohne Abendmahl gefeiert, direkt im Anschluss lädt die Gemeinde aber dazu ein, das Abendmahl dann in ruhiger Form miteinander zu feiern.

Schon vor Wochen wurden 160 Pakete zum Transport nach Weißrussland gepackt

Wie immer sind vor der Kirche auch viele Stände der Kirchengemeinde vertreten. So wird das Team der Kinderkirche seine Arbeit vorstellen, es wird wieder das leckere Heilig-Kreuz-Brot gebacken und auch Kirchenwein gibt’s zu kaufen; Konfirmanden laden ein, die fair gehandelten Produkte im Eine-Welt-Laden zu probieren; und selbstverständlich ist auch das Brockeler Team der Kürbisgruppe wieder gleich auf den ersten Metern der Kirchstraße vertreten. Durch die ehrenamtliche Arbeit dieser Gruppe konnte im vergangenen Jahr ein neuer Altarbehang in Auftrag gegeben werden. Dieses extra für Brockel gewobene Antependium wird die Gemeinde am Sonntag im Gottesdienst das erste Mal zu sehen bekommen, nachdem die alten Behänge 2006 beim Vandalismus in der Kirche zerstört worden waren.

In der Brockeler Arche in der Dorfstraße öffnet das Tschernobyl-Café seine Pforten. Durch den Verkauf der vielen gespendeten Kuchen und Torten finanziert die Kirchengemeinde den Transport der Pakete für die Region Gomel in Weißrussland. Schon vor 4 Wochen hatten fleißige Helfer die 160 Pakete gepackt, gewogen und in die Lent-Kaserne nach Rotenburg gebracht. Mit dem Kauf einer Tasse „fairem Kaffee“ und eines leckeren Tortenstücks kann man am Sonntag also richtig viel Gutes tun: für sich und für die Menschen im verstrahlten Weißrussland.

Marco Müller, 29. September 2011