Weltgebetstag 2009 - Es geht nach Papua Neu Guinea
13. Januar 2009
Immer am ersten Freitag im März wird Weltgebetstag gefeiert. Dieses Jahr ist das am 6. März.
Da laden Frauen aller Konfessionen in über 170 Ländern zu einem Gottesdienst ein. Auch im Kirchenkreis Rotenburg wird in den verschiedenen Gemeinden dieser Gottesdienst gefeiert. Um für diesen Tag Informationen und Ideen zu bekommen, trafen sich jetzt in Rotenburg über 50 Vertreterinnen verschiedener Konfessionen.
„Viele sind wir, doch eins in Christus“: So lautet das diesjährige Motto. In jedem Jahr verfassen Frauen aus einem anderen Land dazu die Gebetsordnung. Dieses Mal ist es Papua Neu Guinea. Die Teilnehmerinnen aus der Vorbereitungswerkstatt in Rotenburg mussten zu Beginn des Treffens durch einen Torbogen gehen und wurden mit einer Blütenkette begrüßt. so ist es in Papua Neu Guinea üblich. Das Tor symbolisiert den Eingang in ein neues Land. Im Raum war eine Mitte mit Tüchern und Gegenständen aus Papua Neu Guinea gestaltet.
Mit dem Blasen der Trompetenschnecke und dem Trommeln auf der Garamut (Schlitztrommel) begannen die verschiedenen Einheiten dieser Werkstatt. So ist es in einigen Gegenden des Landes heute noch üblich.
Im weiteren Verlauf des Vorbereitungstreffens gab es Informationen über das Land, die Geschichte (ein Teil des Landes war vor dem ersten Weltkrieg deutsche Kolonie), Schilderungen über die Lebensweisen, die Kultur, die Religiosität der Menschen, über die Verbindung zur globalisierten Welt und den Problemen des Landes. Weiter wurden die Lieder der Gebetsordnung eingeübt, ein traditioneller Tanzschritt ausprobiert und ein Friedenstanz getanzt.
Die Teilnehmerinnen lernten, dass Papua Neu Guinea aus mehr als 800 verschiedenen Ethnien besteht, die jeweils eine eigene Sprache sprechen. Das Land sucht nach einem Weg zur Einheit, damit es in der globalisierten Welt bestehen kann. Vor dem Hintergrund ist das Motto des Weltgebetstages: „Viele sind wir, doch eins in Christus“ besser zu verstehen.
Darum wählten die Frauen von Papua Neu Guinea auch aus dem Römerbrief den Text von dem einen Leib der Gemeinde, in dem alle untrennbar zueinander gehören. Und doch bleibt der Friede untereinander ein immer gefährdetes zerbrechliches Gut. Mit Mut, Phantasie und Zähigkeit versuchen die Frauen in dem großen Inselstaat im Pazifik für den Frieden zu arbeiten, in ihren Familien, zwischen Clans und Stämmen und bis in die Politik hinein. Mit Erfolg retten sie Leben, wie damals in Ägypten drei verschiedene Frauen miteinander den kleinen Mose aus dem Nil erretten. Mit dieser Geschichte wollen sie mit Frauen in aller Welt Gottesdienst feiern.
Zur Auseinandersetzung mit den Bibeltexten und für den Austausch über Gestaltungsmöglichkeiten des Gottesdienstes wurde in Kleingruppen gearbeitet. Mit dem Feiern des Gottesdienstes endete diese Werkstatt. Nun beginnt die Arbeit vor Ort in den verschiedenen Gemeinden. Dazu gab es auf der Werkstatt Arbeits- und Informationsmaterialien.
Bei der Gestaltung dieser Werkstatt haben folgende Frauen mitgewirkt: Frau Schaefer-Rolffs, Frau Bruns, Frau Riese, Frau Hupfeld, Frau Roscher (Pastorin i.R.), Frau Lier (Pastorin in Sottrum), Frau Lüdemann.
Text und Fotos: Margit Lüdemann




