Vergeben und vergessen?

 

Einem anderen Menschen vergeben, was er einem Schlimmes angetan hat – das ist der vielleicht schwerste Anspruch an das Leben eines gläubigen Menschen. Ein Mensch, der Gott vertraut, trägt einem anderen Menschen seine Schuld nicht nach. Zugleich gibt es über kaum ein Thema zwischenmenschlicher Konflikte größere Missverständnisse. Sie führen dazu, dass Vergebung im christlichen Sinn auch unter Christen selten gelingt. Muss ich auch vergessen, was ich vergebe? Muss es dann nicht wieder so sein, als wäre nie etwas gewesen? Muss jemand nicht erst bereuen, bevor ihm seine Schuld vergeben werden kann? In vielem schwingt die kindliche Idee mit, Vergebung würde ein Unrecht wie ungeschehen machen. Aber es geht nicht um die Wiedergutmachung der Vergangenheit, sondern um gelingende Zukunft.

„Justitia und pax“ –Gerechtigkeit und Frieden heißt eine Luxemburger Kommission von Christinnen und Christen, die zehn eindrucksvolle Thesen über die Vergebung formuliert haben. Thesen gegen die Selbstüberforderung durch vermeintlich christliche Missverständnisse. Hier sind einige dieser Thesen: „Vergebung ist nicht von einem Geständnis abhängig.“ „Vergebung erfordert keine übereinstimmende Auffassung von der Vergangenheit.“ „Vergebung bedeutet, von meinem natürlichen Recht auf Rache loszulassen, bzw.: Vergebung ist die beste Rache.“ „Vergebung bedeutet nicht, vergessen.“ „Vergebung bedeutet nicht, das Verhalten einer anderen Person zu entschuldigen.“ „Vergebung bedeutet, das Unrecht nicht immer wieder zur Sprache zu bringen.“

Den ganzen hilfreichen Text finden Sie unter http://w3.restena.lu/justpaix/pdf/JusPaxT2000.pdf

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Hans-Peter Daub

Superintendent

Lektoren: "Die Leute erwarten, dass etwas Gutes kommt"

17.05.13

Es ist eine evangelische Besonderheit, dass hier Laien von der Kanzel predigen dürfen. Im Kirchenkreis Rotenburg gibt es immer mehr dieser Lektoren. Viele von ihnen gestalten am Sonntag, 26. Mai, den Gottesdienst in ihren Gemeinden.

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Wiedereintrittsstelle bei Dodenhof mit neuem Gesprächsangebot

13.05.13

Eine positive Bilanz zogen die Organisatoren der Wiedereintrittsstelle bei Dodenhof. An sieben Tagen sind insgesamt 36 Menschen wieder in die evangelische Kirche eingetreten. Für die Aktion in diesem Advent ist ein zusätzliches Gesprächsangebot geplant.

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Gemeinde, Internet, Leitbild

09.04.13

Zu seiner konstituierenden Sitzung kam jetzt der Öffentlichkeitsaus- schuss des Kirchenkreistags im zusammen. Im Sitzungszimmer der Superintendentur in Rotenburg hatten die Mitglieder Gelegenheit, sich kennenzulernen, stiegen aber auch gleich in die praktische Arbeit ein.

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