Schulden, Scheidung, Schwangerschaft

Gruppenbild mit den Konfirmanden, den Beratern und Kristin Gerner-Beuerle in der Beratungsstelle.

Bekamen einen umfassenden Eindruck vom Angebot der Evangelischen Lebensberatungsstelle und der Schuldnerberatung in Rotenburg: die Konfirmanden aus Ahausen mit Pastorin Kristin Gerner-Beuerle (rechts).

18.01.2012

25 Konfirmanden aus der Kirchengemeinde Ahausen haben jetzt die Evangelische Lebensberatungsstelle des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Rotenburg besucht. Einen Nachmittag lang nahmen sich Sonja Windel von der Familienberatung, Sabine Kuhne von der Schwangerenberatung und Heiko Thömen von der Schuldnerberatung Zeit, um den Jugendlichen einen Einblick in ihre Arbeit zu geben und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
„Die Konfirmanden haben viele Fragen gestellt und lebhaft mitgearbeitet“, freut sich Diplom Sozialpädagogin Sonja Windel. Sehr schnell fand sie mit den drei Kleingruppen, die jeweils nacheinander zu ihr kamen, in das Thema. In der evangelischen Lebensberatungsstelle in Rotenburg arbeitet sie im Fachbereich Lebensberatung, Erziehungsberatung, Partnerberatung und Jugendberatung. Und natürlich haben die 13- und 14-Jährigen und die drei 16-Jährigen ehrenamtlichen Teamer, die die Gruppe begleiteten, alle ihre Erfahrungen mit Konflikten in diesen Bereichen. „Mobbing war ein wichtiges Thema in den Gesprächen“, sagt Windel. Aber auch Trennung und Scheidung sowie Erziehungsfragen wurden angesprochen.
In den Gesprächen mit Diplom Sozialpädagogin Sabine Kuhne von der Schwangerenberatung ging es besonders um das Thema Sexualiltät. „Ich habe den Eindruck, dass die Konfirmanden überrascht waren, wie offen dieses Thema hier in einer kirchlichen Einrichtung besprochen werden kann.“ Gefreut hat sie sich über das verantwortungsbewusste Denken einiger Teilnehmer, die etwa die Frage stellten, was passiert, wenn ein Schüler Vater wird und noch gar kein eigenes Geld verdient.
Diplom Sozialpädagoge Heiko Thömen von der Schuldnerberatung sprach mit den Besuchern darüber, wie schnell jemand in eine Verschuldung hineingeraten kann. „Dabei war ich erstaunt, dass die meisten Jugendlichen die wichtigsten Ausgabenpunkte genau kennen: Lebensmittel, Wohnen und Energie“, sagt Thömen. Im weiteren Verlauf des Gesprächs kam er dann jeweils auch auf die Verlockungen zu sprechen, die im Alltag lauern und viel Geld kosten können.
Pastorin Kristin Gerner-Beuerle, die die Ahauser Konfirmanden nach Rotenburg betreut und mit einer Teilzeitstelle auch in der evangelischen Lebensberatungsstelle arbeitet, hält die Begegnung von Beratern und Konfirmanden für ein gelungenes Projekt. „Die Jugendlichen konnten erleben wie nah die Beratungsstelle an den alltäglichen Problemen ist wichtige Eindrücke mitnehmen. Viele hätten nicht erwartet, was Kirche alles macht.“ Seit 2010 arbeitet die Kirchenregion Ahausen, Horstedt, Sottrum nach einem veränderten Konfirmandenmodell, das sehr viel mehr praxisorientiert ist. Die Konfirmanden unternehmen Projekte und Fahrten, auf denen sie Themen sehr intensiv bearbeiten.
Der Besuch der evangelischen Lebensberatungsstelle war Teil des Projekts zum Thema Diakonie. Ein Besuch in den Rotenburger Werken wird in Kürze folgen.

 

 

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