Kinderkoffer und Jugendgruppenleiterausbildung

Gruppenbild mit den drei Diakonen vom Kirchenkreisjugenddienst.

Der Kirchenkreisjugenddienst mit Claus Wahlers (von links), Kathrin Frost und Sabine Ahua ist Kontakt- und Vernetzungspunkt für alle, die in den Kirchengemeinden mit Jugendlichen arbeiten.

14.06.2011

Seit Anfang Mai hat der Kirchenkreisjugenddienst eine neue Mitarbeiterin. Diakonin Kathrin Frost unterstützt Sabine Ahua und Claus Wahlers bei der vielfältigen Arbeit im Kirchenkreis Rotenburg. „Das ist eine großartige Entlastung. Kathrin ist mit einer vollen Stelle in den Kirchenkreis gekommen“, freut sich Ahua, die wegen ihrer kleinen Kinder ihre Stelle reduziert hatte. Diakon Wahlers arbeitet ohnehin nur mit wenigen Stunden in der Woche für den Kirchenkreisjugenddienst.
Die Institution ist Kontakt- und Vernetzungspunkt für alle, die an der Jugendarbeit im Kirchenkreis Rotenburg beteiligt sind. Sie hilft bei Konflikten und hält den Kontakt zur Landeskirche, dem Sprengel, dem Landkreis Rotenburg und vielen Gremien im Kirchenkreis.
Eine ganz wichtige Aufgabe ist die Ausbildung der Jugendgruppenleiter. „Fast alle Gemeinden im Kirchenkreis haben inzwischen regionale Unterrichtsmodelle für die Konfirmanden. Sie arbeiten viel mit Jugendgruppenleitern zusammen. Deshalb müssen wir jedes Jahr mehr Jugendliche ausbilden“, sagt Ahua.
Hier wird ein Schwerpunkt der Arbeit von Diakonin Frost liegen. „Der Kirchenkreis Rotenburg hat hier ein Fortbildungsprogramm entwickelt, das mir sehr gut gefällt. Es sorgt dafür, dass auch Jugendliche direkt nach der Konfirmation nicht erst den Kontakt zur Kirche verlieren, sondern mit eingebunden bleiben“, sagt Frost.
Die gebürtige Soltauerin freut sich sehr auf ihre Aufgabe. Sie kennt Rotenburg bereits durch ihre Ausbildung zur Erzieherin an der Evangelischen Fachschule. Anschließend verbrachte sie über ein Stipendium des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms ein Jahr in den USA. Sie hat dort in sozialen Diensten gearbeitet, viele Fortbildungen besucht und sich intensiv mit ihrem Glauben auseinandergesetzt. „Meine Gastfamilie gehörte zu einer sehr strengen Pfingstgemeinde, und ich hatte dort einen Freund, der zum Islam übergetreten war. Das gab es viele interessante und kontroverse Gespräche, die mich in meinem eigenen Glauben sehr festigten“, sagt die 31-Jährige.
Nach der Rückkehr nach Deutschland schloss Frorst noch eine Ausbildung zur Heilpädagogin ab und und arbeitete währenddessen in einem kirchlichen Kindergarten in der integrativen Gruppe.
„Doch dann wurde mir immer klarer, dass mein eigentlicher Berufswunsch Diakonin ist“, sagt Frost. Also begann sie eine Ausbildung zur Diakonin im Schleswig-Holsteinischen Preetz. Ihre erste Stelle trat sie im Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen in Hermannsburg als Projektstelle in der ökumenischen Werkstatt an. Direkt im Anschluss startete sie mit einer halben unbefristeten Stelle in der ev.-luth. Militärkirchengemeinde St. Stephanus in Munster. Dann las die vielseitige junge Frau die Ausschreibung aus Rotenburg und bewarb sich sofort. „Der Kirchenkreis ist sehr lebendig und fröhlich. Ich fühle mich sehr willkommen hier.“
Dass der Kirchenkreis für zwei Jahre eine volle Stelle für die Jugendarbeit schaffen konnte, freut Superintendent Hans-Peter Daub sehr. „Es ist der Anspruch jedes Arbeitgebers, seine Arbeitsplätze familienfreundlich zu gestalten. Frau Ahua wird auf diese Weise entlastet und die Jugendarbeit zudem unterstützt. Alle beteiligten Gremien im Kirchenkreis waren sich einig. Das zeigt den hohen Stellenwert von Jugendarbeit in unserem Kirchenkreis. Den größten Anteil dieser Stelle finanzieren wir aus Rücklagen.“
Vier Stunden übernimmt die Stiftung Energie zum Leben, die der Schneverdinger Heinrich Weseloh ins Leben gerufen hat. In dieser Zeit betreut Kathrin Frost zusammen mit einem Team aus jugendlichen Helfern eine neu gegründete Kindergruppe im Grundschul-Alter in der Peter-und-Paul-Gemeinde Schneverdingen. Sie trägt den Namen Kinderkoffer. „Dieser Name war ein Vorschlag aus der Gemeinde und eine tolle Idee“, sagt Frost. „In einen Koffer kann man viele interessante Sachen tun, die dann für den Nachmittag gebraucht werden.“ Die Gruppe trifft sich alle 14 Tage freitags von 15.30 Uhr bis 17 Uhr. Nächster Termin ist Freitag, 24. Juni. Weitere Informationen gibt es unter Telefon: 04261/8400778.

 

 

 

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