Glockengeläut für die Opfer in Japan
Die Glocken der Kirchen im Kirchenkreis Rotenburg rufen zum Gebet für die Opfer der Katastrophe in Japan und mahnen zur Umkehr im Umgang mit der Atomkraft
Wenn sich am Montag um 18 Uhr wieder Menschen auf öffentlichen Plätzen zur Mahnwache wegen der Reaktorkatastrophe in Fukushima in Japan treffen, werden auch die Glocken vieler Kirchen in der Region Rotenburg läuten. „Wie kann man sein Entsetzen, seine Solidarität, seine Sorge um die Zukunft zum Ausdruck bringen?“ fragt Diakon Jörg Pahling aus Visselhövede, der das Glockenläuten angeregt hat. „Das Läuten der Gebetsglocke ist eine alte Tradition, um an die Toten zu erinnern und die Lebenden zu mahnen.“ Genau das sei, was viele Menschen jetzt bewege. „Wir sind voller Trauer wegen dem unvorstellbaren Leid das die Bevölkerung im Nordosten Japans getroffen hat“, ergänzt Superintendent Hans-Peter Daub, „aber wir wissen zugleich, dass diese Katastrophe auch unseren Umgang mit der Kernkraft und damit unseren Lebensstil in Frage stellt.“ Nach dem Geläut werden die Kirchen zum Gebet geöffnet. Das sei ein wichtiges Zeichen vor allem an den Orten, an denen keine Mahnwachen auf öffentlichen Plätzen stattfinden, so Pahling. Die Aktion solle zunächst bis zum 26.04.2011 fortgesetzt werden. Das ist der 25. Jahrestag der Katastrophe in Tschernobyl.


